
Achtung! Kundgebungsort verschoben zum Karlsplatz



Seit über einem Jahr befindet sich unsere Gesellschaft wegen Corona in einem Ausnahmezustand. Auch der zweite Lockdown hat nochmal die schon seit langem bestehenden Ungleichheiten und Unterdrückungen unter denen Frauen leiden müssen deutlich zu Tage treten lassen. Frauen haben auch schon vor der Krise den Großteil der Haus- und Sorgearbeit übernommen und müssen dies nun unter erschwerten Bedingungen neben Homeoffice und dem Unterricht der Kinder zu Hause tun. Frauen arbeiten überdurchschnittlich oft in den sog. systemrelevanten Berufen, wie im Erziehungs- und Pflegesektor oder im Supermarkt an der Kasse und bekommen etwa ¼ weniger Lohn. Durch Fehlzeiten aufgrund der Kindererziehung und Teilzeitjobs sind besonders Frauen zusätzlich von Armut im Alter bedroht. Für viele Frauen war und ist das Zuhause zudem kein sicherer Rückzugsort; häusliche Gewalt an Frauen bis hin zu Feminiziden, so zeigen die deutlich gestiegenen Zahlen bei Hilfetelefonen und Frauenhäusern. Weiterlesen
Am 25.11.2020, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, sind wir mit vielen weiteren Menschen auf die Straße gegangen, um auf die alltägliche Gewalt gegen Frauen weltweit aufmerksam zu machen.
Auch dieses Wochenende waren Frauen von uns unterwegs, um auf Gewalt gegen Frauen* aufmerksam zu machen. Diesmal waren wir in Bad Cannstatt:
Diese Wochen waren wir in verschiedenen Teilen Stuttgarts und in Ludwigsburg unterwegs, um auf die täglich herrschende Gewalt gegen Frauen* und die Aktionen zum Tag gegen Gewalt an Frauen* aufmerksam zu machen. Weiterlesen

Wir leben momentan in bewegten Zeiten. Durch die Corona-Pandemie sind vermehrt Frauen von Gewalt betroffen. Der als sicher propagierte Rückzug in die Familie und die eigenen vier Wände ist für viele Frauen ein Ort der Gewalt, dies zeigen die steigenden Anrufe bei Hilfetelefonen und Frauenhäusern und wöchentlich hören wir von einem neuen Angriff auf eine Frau oder einem Femizid. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass wir gemeinsam auf die Straße gehen, gegen Gewalt an Frauen aktiv werden und dabei für unseren Gesundheitsschutz besondere Vorkehrungen treffen. Daher haben wir für diesen Tag lila Mund-Nasen-Masken besorgt, um gut geschützt zusammen auf die Straße gehen zu können.
Wir behalten uns vor die anstehenden Aktionen am 25. November 2020 auf die Situation anzupassen, werden den Schlossplatz aber auf jeden Fall um 17.30 Uhr als Anlaufpunkt beibehalten.

Seit Corona befindet sich unsere Gesellschaft im Ausnahmezustand. Dabei wälzt die Regierung die Organisierung des Lebens unter Corona weitestgehend auf die Familie, insbesondere auf Frauen* ab. Was wäre gewesen, wenn Frauen* nicht mit Unterricht zu Hause (Homeschooling), Homeoffice, oder oft in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ eingesprungen wären?
Häusliche Gewalt an Frauen* bis hin zu Femiziden hat deutlich zugenommen. Für viele Frauen war und ist das Zuhause, wie offiziell während des Lockdowns propagiert, kein sicherer Rückzugsort. Hilfetelefone und Frauenhäuser verzeichneten deutlich mehr Anfragen. Doch nicht erst seit Corona ist Gewalt gegen Frauen* alltäglich, wird als naturgegeben hingenommen und kommt in allen Schichten in unserer Gesellschaft vor.
Sie wird genutzt, um die herrschende patriarchale Geschlechterordnung aufrecht zu erhalten und muss deshalb als strukturelle Form der Unterdrückung erkannt und als solche benannt werden. Wir sagen NEIN zu jeglicher Art von emotionaler, psychischer und physischer Gewalt, in Form von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung und Missbrauch, Zwangsprostitution oder Ehrenmorden und Femiziden.
Am 25. November, den Tag gegen Gewalt an Frauen*, wollen wir auf die Straße, um darauf aufmerksam zu machen und die herrschenden Missstände anzuprangern.
Kommt mit uns auf die Straße, um für eine Welt einzustehen, in der die Befreiung der Frau* Wirklichkeit wird und Gewalt gegen Frauen* der Vergangenheit angehört!
Start der Kundgebung und Demonstartion ist um 17.30 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart.
(Die Veranstaltung fndet unter Corona-Bedingungen statt, bitte kommt mit einem Mund-Nasen-Schutz)
Am Sonntag, den 21. Juni 2020, wurde am Nordbahnhof in Stuttgart eine Frau von ihrem Partner auf offener Straße erstochen. Sie kämpfte zwei Tage im Krankenhaus um ihr Leben bis sie schließlich ihren Verletzungen erlag. In den Medien wurde dieser Fall als „Beziehungstat“ abgetan.


Am Samstag, den 7. März wollen wir gemeinsam mit den Frauen des kurdischen Studierendenverbands bei der Kundgebung zum internationalen Frauenkampftag ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Der Tanz wurde das erste mal zum Tag gegen Gewalt an Frauen im November 2019 in Chile aufgeführt. Seit dem ist er zu einem Zeichen der erstarkenden Frauenbewegung geworden und in unzähligen Städten weltweit getanzt worden.
WeiterlesenZum Internationalen Frauenkampftag möchten wir mit möglichst vielen Menschen auf die Straße gehen, um auf die weltweit immer noch herrschende Unterdrückung von Frauen* aufmerksam zu machen. Die rechtliche, wirtschaftliche und politische Gleichstellung der Geschlechter, das Recht auf Körperliche Unversehrtheit und ein selbstbestimmtes Leben sind noch nicht erreicht und müssen von uns allen aktiv erkämpft werden. Dafür stehen auch die folgenden Gruppen und unterstützen unsere Aktionen:
Möchtest auch du dabei sein schreib uns eine Mail, teile die Facebook-Veranstaltung mit all deinen Bekannten und Freund*innen und geh mit uns zusammen am 7. März auf die Straße.
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