Sicher auf die Straße gegen Gewalt an Frauen

Wir leben momentan in bewegten Zeiten. Durch die Corona-Pandemie sind vermehrt Frauen von Gewalt betroffen. Der als sicher propagierte Rückzug in die Familie und die eigenen vier Wände ist für viele Frauen ein Ort der Gewalt, dies zeigen die steigenden Anrufe bei Hilfetelefonen und Frauenhäusern und wöchentlich hören wir von einem neuen Angriff auf eine Frau oder einem Femizid. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass wir gemeinsam auf die Straße gehen, gegen Gewalt an Frauen aktiv werden und dabei für unseren Gesundheitsschutz besondere Vorkehrungen treffen. Daher haben wir für diesen Tag lila Mund-Nasen-Masken besorgt, um gut geschützt zusammen auf die Straße gehen zu können.
Wir behalten uns vor die anstehenden Aktionen am 25. November 2020 auf die Situation anzupassen, werden den Schlossplatz aber auf jeden Fall um 17.30 Uhr als Anlaufpunkt beibehalten.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen!

Seit Corona befindet sich unsere Gesellschaft im Ausnahmezustand. Dabei wälzt die Regierung die Organisierung des Lebens unter Corona weitestgehend auf die Familie, insbesondere auf Frauen* ab. Was wäre gewesen, wenn Frauen* nicht mit Unterricht zu Hause (Homeschooling), Homeoffice, oder oft in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ eingesprungen wären?

Häusliche Gewalt an Frauen* bis hin zu Femiziden hat deutlich zugenommen. Für viele Frauen war und ist das Zuhause, wie offiziell während des Lockdowns propagiert, kein sicherer Rückzugsort. Hilfetelefone und Frauenhäuser verzeichneten deutlich mehr Anfragen. Doch nicht erst seit Corona ist Gewalt gegen Frauen* alltäglich, wird als naturgegeben hingenommen und kommt in allen Schichten in unserer Gesellschaft vor.

Sie wird genutzt, um die herrschende patriarchale Geschlechterordnung aufrecht zu erhalten und muss deshalb als strukturelle Form der Unterdrückung erkannt und als solche benannt werden. Wir sagen NEIN zu jeglicher Art von emotionaler, psychischer und physischer Gewalt, in Form von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung und Missbrauch, Zwangsprostitution oder Ehrenmorden und Femiziden.

Am 25. November, den Tag gegen Gewalt an Frauen*, wollen wir auf die Straße, um darauf aufmerksam zu machen und die herrschenden Missstände anzuprangern.

Kommt mit uns auf die Straße, um für eine Welt einzustehen, in der die Befreiung der Frau* Wirklichkeit wird und Gewalt gegen Frauen* der Vergangenheit angehört!

Start der Kundgebung und Demonstartion ist um 17.30 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

(Die Veranstaltung fndet unter Corona-Bedingungen statt, bitte kommt mit einem Mund-Nasen-Schutz)

„Der Vergewaltiger bist du“ – Flashmob gegen Gewalt an Frauen zum Frauenkampftag

Am Samstag, den 7. März wollen wir gemeinsam mit den Frauen des kurdischen Studierendenverbands bei der Kundgebung zum internationalen Frauenkampftag ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Der Tanz wurde das erste mal zum Tag gegen Gewalt an Frauen im November 2019 in Chile aufgeführt. Seit dem ist er zu einem Zeichen der erstarkenden Frauenbewegung geworden und in unzähligen Städten weltweit getanzt worden.

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Unterstützung im Frauen*kampf

Zum Internationalen Frauenkampftag möchten wir mit möglichst vielen Menschen auf die Straße gehen, um auf die weltweit immer noch herrschende Unterdrückung von Frauen* aufmerksam zu machen. Die rechtliche, wirtschaftliche und politische Gleichstellung der Geschlechter, das Recht auf Körperliche Unversehrtheit und ein selbstbestimmtes Leben sind noch nicht erreicht und müssen von uns allen aktiv erkämpft werden. Dafür stehen auch die folgenden Gruppen und unterstützen unsere Aktionen:

  • 100% MENSCH
  • ABSEITZ Stuttgart e.V.
  • Forum der Kulturen
  • LB²
  • Libertäres Treffen Rems-Murr
  • Linksjugend [solid] Stuttgart
  • Mauthausen Komitee

Möchtest auch du dabei sein schreib uns eine Mail, teile die Facebook-Veranstaltung mit all deinen Bekannten und Freund*innen und geh mit uns zusammen am 7. März auf die Straße.

„Ya Basta“-„Edi Bese“-„Es reicht“

Heraus zum internationalen Frauenkampftag 2020 – Aktion am 7. März ab 15.00 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart

Der 8. März wird seit Jahren von Frauen* auf der ganzen Welt begangen. Dieser Tag steht weltweit für den Kampf für rechtliche, wirtschaftliche und politische Gleichstellung der Geschlechter, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein selbstbestimmtes Leben. Der 8. März geht zurück auf die Kämpfe der ersten Frauenbewegung. Auf Vorschlag von Clara Zetkin und Käthe Duncker wurde der 08. März von der 2. Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 als Internationaler Kampftag der Frauen* eingeführt, der seitdem symbolisch für die Forderungen und Kämpfe der Frauen* weltweit steht.

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Fall Zozan G.: Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf uns alle!

Nächste Woche steht die kurdische Aktivistin Zozan G. in Oberhausen vor Gericht. Ihr wird Indoktrination der eigenen Kinder vorgeworfen. Die deutsche Justiz legt demokratisches Engagement als „Kindeswohlgefährdung“ aus. Es droht der Sorgerechtsentzug.

Wir als Frauenbündnis Stuttgart sind entsetzt und auch wütend darüber, dass einer Mutter ihre Kinder weg genommen werden sollen, weil sie sie zu emaziperten und politischen Frauen erziehen will. Dieses patriarchale und kapitalistische System schränkt uns tagtäglich ein und wenn nun eine Mutter ihre Töchter in dem Bewusstsein der herrschenden Unterdrückungen und der Gewissheit durch politisches Engagement diese Gesellschaft verändern zu können erzieht, soll sie und ihre Kinder dafür sanktioniert werden! Wir fordern die sofortige Beendigung des Verfahrens! Wir Frauen wollen selbstbestimmt über uns und unser Leben entscheiden!

Weitere Informationen über Zozan G. und ihren Fall findet ihr hier: https://anfdeutsch.com/kultur/fall-zozan-g-ein-angriff-auf-eine-ist-ein-angriff-auf-uns-alle-16645